Biz

Mittwoch, 30. Januar 2008

Jeansfee, Network Marketing und mangelndes Wissen

In den letzten Wochen sind mir wieder mal Menschen untergekommen, die meinen, sie könnten die Welt mit ihrer Unwissenheit auf den Kopf stellen.

Sie rennen stur mit voller Wucht gegen die Wand und akzeptieren weder TATSACHEN, FAKTEN noch die Realität und leben in ihrer virtuellen Scheinwelt - mehr oder weniger - dahin.

Im Glauben, dass MANN im world wide web anonym ist, posten sie in ihren virtuellen Wohnzimmern geistigen ***** und prahlen damit auch noch herum.

Lustig... lustig... lustig...

Nun, bevor man sich zu diversen Themen äussert, sollte man sich SICHER sein, dass man auch auf dem aktuellen Wissenstand ist und niemanden mit Altertumswissen beeindrucken kann - ausser natürlich seinesgleichen ;-)

Network-Markting ist heute nicht mehr aus der Geschäftswelt wegzudenken und bietet sehr vielen Menschen die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen.

Was ist eigentlich Network-Marketing? Und warum wird es noch immer von der Seite belächelt?

Network-Marketing ist eine besonders erfolgreiche Form des Direktvertriebs und besteht im Aufbau von Netzwerken weiterer Unternehmer/Partner (Multi-Level-Marketing). Solche Systeme sind rechtlich unbedenklich und ganz klar abzugrenzen von wettbewerbswidrigen Vertriebssystemen wie Schneeball- oder Pyramidenspielen. Unseriöse Anbieter versuchen allerdings immer wieder, unzulässige Systeme zu verschleiern, indem sie sich den Anschein eines legalen Direktvertriebs geben.

Das Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet grundsätzlich den Abschluss von Verträgen nach dem Pyramiden- bzw. Schneeballsystem. Bei letzterem wird vereinbart, dass ein Kunde gegen ein unbedingt leistendes Entgelt einen vorteil (zB eine Ware) unter der Bedingung erhält, dass der Kunde weitere Abnehmer gewinnt, die mit dem Unternehmer in ein gleiches Vertragsverhältnis treten. Das Pyramidenspiel funktioniert gleich, nur tritt dort der Kunde nicht mit dem Unternehmer, sondern mit dem jeweils Anwerbenden in ein Vertragsverhältnis.

Wo liegen die Unterschiede zwischen MLM und Pyramidenspiel?


1. Beim Pyramidenspiel steht das Anwerben von Personen im Vordergrund, beim Direktvertrieb der Produktverkauf. Beim Kettenbrief ist das leicht zu erkennen - er Brief ist nur Mittel zum Zweck und hat keinen eigenen Wert. Das gilt auch für den immer wieder auftretenden pyramidenartigen Emailversand von Dateien.

2. Beim Pyramidenspiel ist ein bloßer Kauf OHNE Anwerben von Kunden nicht möglich. Da hier KEIN Produkt im Vordergrund steht, hätte der bloße Kauf keinen Sinn, die Gewinnerzielung wird ja nur über das Anwerben erreicht (Kopfgeld).

Im Direktvertrieb steht der Kauf meist hochwertiger Ware im Vordergrund, ein Anwerben ist keine Bedingung.

3. Beim Pyramidenspiel muss der Kunde UNBEDINGT ein Entgelt leisten - könnte er es zurückverlangen, würde das System nicht funktionieren und schon am Beginn zusammenbrechen.

Im Direktvertrieb hat der Kunde GEWÄHRLEISTUNGS- UND RÜCKTRITTSRECHTE, er kann die Ware UMTAUSCHEN oder zurückgeben.

4. Das Pyramidenspiel funktioniert nur bis zu einem bestimmten Personenkreis und letztlich auf Kosten jener Kunden, die keine weiteren Kunden anwerben können. Irgendwann ist der Markt verstopft, das System hat sich totgelaufen und bricht zusammen.

Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten (wenn aber alle 8 Mio Österreicher zB einen Scooter haben, wir die Nachfrage zurückgehen) es werden ja laufend neue Produkte gekauft bzw. keine Einsätze OHNE Gegenleistung verlangt. Startgelt bzw. Provisionen fallen im MLM als ABGELTUNG für EINFÜHRUNGS-, SCHULUNGS- und INFORMATIONSARBEIT an.

5. Beim Pyramidenspiel profitieren somit nur die Frühstarter auf Kosten der Späteinsteiger, beim Direktvertrieb können dauerhaft ALLE Beteiligten profitieren.

Pyramidenspiele u dgl. sind nicht nur wettbewerbswidrig, sondern auch strafbar. Nach dem Strafgesetzbuch ist strafbar, wer ein solches Spiel in Gang setzt, veranstaltet, verbreitet oder die Verbreitung fördert. Verboten sind übrigens auch Glückspiele nach dem Glückspielgesetz. So ist die Ermöglichung der Teilnahme und die Teilnahme an ausländischen Glückspielen verboten, wenn die erforderlichen Einsätze vom Inland aus geleistet werden. Dies betrifft insbesondere international agierende Internetcasinos.


Unterschiede auf einem Blick

* Im Direktvertrieb (MLM & Network-Marketing) steht der Produktverkauf, nicht das Anwerben von Personen im Vordergrund.

* Im Direktvertrieb sind Kauf oder Anwerben möglich.

* Im Direktvertrieb besteht KEINE Pflicht zur Abnahme von Produkten. Hingegen besteht das RECHT auf Erstattung bezahlter Beträge bei Rücktritt oder Rückgabe der Waren.

* Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten.

* Im Direktvertrieb können alle Beteiligten dauerhaft profitieren.

Quelle: direktvertrieb.biz 07/2004

Ich hoffe, ich konnte hier ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und wünsche mir, dass auch so mancher seinen geistigen Horizont ein wenig erweitert :-)

Quellennachweise:

http://www.salzburg-direktvertrieb.at/aktuelles.html
http://www.derdirektvertrieb.at/
http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?DstID=8345%20

dv

Montag, 14. Januar 2008

Körniges e-Biz vom Feinsten

Drei Studenten aus Passau lieben Individualität, Internet und Müsli. Und wundern sich irgendwann, wieso eigentlich noch niemand die Vielfältigkeit von Müsli vermarktet hat. Starten mit einem Blog und 40m² Lager-/Produktionsraum.

Ein Jahr später ist mymuesli.com bereits in aller Munde und die Jungs rackern sich ordentlich ab, um Unmengen bestellter Müslidosen zu verschippern.

Eine wirklich coole Idee, wie wir finden.
Auch, weil sie bestätigt, dass nicht immer die "gute Ausbildung" zählt oder die "richtigen" Beziehungen. Weil sie Mut macht, originelle Wege zu gehen und weil sie zeigt, dass das Internet ein ganz breiter Pfad zum Erfolg werden kann.

Quelle: pressetext

Freitag, 11. Januar 2008

Rauchfrei(heit)!

Langsam werden die verheerenden Auswirkungen der rigorosen Rauchverbote in den Nachbarländern sichtbar. Der Wiener Rechtsanwalt Manfred Ainedter, der auch Sprecher der Plattform "Rauchfrei(heit)! ist, betont: "Die aktuelle Entwicklung in Europa beweist zweifelsfrei, dass die Rauchergesetze soziologisch, psychologisch und ökonomisch verheerende Folgen haben! "

Die Plattform "Rauchfrei(heit)!" wendet sich strikt gegen eine Kontrollkultur, deren Regulierungswut den einzelnen ebenso wie die Gemeinschaft als Ganzes entmündigt und sukzessive die Privatsphäre der Menschen immer mehr durchdringen wird.

"Wir haben jetzt schon im benachbarten Ausland Raucherpartys in gemieteten Gaststätten und Raucherverbände, wie den Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur, mit zahlreichen Lokalen als Zweigstellen. Solche kreative Umgehungen staatlicher Bevormundung werden zunehmen - ebenso wie das 'Schmiere stehen' in Frankreich, um beim Zigarettengenuss nicht erwischt zu werden. Solche Hintertür-Strategien sind unwürdig für erwachsene, selbst bestimmte Menschen. Ich frage die Politik: Wollen wir das wirklich?"

In Schottland und Irland mußten bereits 1000 Gaststätten geschlossen werden, 7600 Menschen verloren dabei ihren Arbeitsplatz! Die Rückgänge im Getränkekonsum in Norwegen, Kanada und Deutschland, die befürchteten Verluste der Brauereien zeigen die ökonomische Effekte dieser negativen Entwicklung.

"Zuerst entmündigt man den Bürger, und dann muss er für dieses Desaster auch noch die Zeche zahlen. Denn: Geht's der Wirtschaft schlecht, geht's uns allen schlecht", sagt Ainedter.

Er ist für ein friedliches Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern und vor allem für Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit und appeliert dies auch öffentlich an die Politik.

Kein Raucher versucht je einen Nichtraucher zum Rauchen zu animieren, doch es kann sicherlich auch Platz für alle sein. Und man darf der Gesellschaft im Jahr 2008 durchaus zumuten, dass sie sich selbst arrangiert. So wie Gastronomen sich die Zielgruppe der Nichtraucher suchen und entsprechende Lokale eröffnen, sollte diese Entscheidungsfreiheit auch in Richtung rauchende Kundschaft möglich bleiben.

Reglementierungen von oben, die dermaßen stark in die persönliche Freiheit eingreifen, sollten wir stets mit höchstem Misstrauen beäugen. Egal ob als Raucherin oder Nichtraucherin!

Sonst kommt womöglich morgen wer auf die Idee, den Frauen doch wieder das Wahlrecht zu entziehen oder Gewerbescheine künftig nur mehr an Männer auszugeben!

Wer seinem Wunsch nach Selbstbestimmung und persönlicher Freiheit Ausdruck verleihen möchte, kann dies mit seiner Unterschrift auf der Charta der Plattform Rauchfrei(heit)! tun: www.rauchfreiheit.at

Quelle: OTS, Plattform Rauchfreiheit

Donnerstag, 29. November 2007

Es geht schon los!

Wenig überrascht stelle ich fest: Kalenderzeit ist wieder da. In meinem Büro türmt sich schon wieder einiges an Weihnachts"geschenken" vom einen oder anderen Geschäftspartner.

Ein bisschen mehr überrascht mich, dass selbst jene, mit denen ich einmal, Anfang des Jahres, eine kurze und eher unerfreuliche geschäftliche Liason hatte, mich mit Kremser-Winzer-Wein be"schenken". Wird mich diese Weinflasche womöglich davon überzeugen, im nächsten Jahr eine weitere unerquickliche Liason mit jenem ungeliebten Ehemaligen anzufangen? Wohl kaum. Ich bin nicht bestechlich. Und schon gar nicht mit Weisswein.
Und auch nicht mit zig 08/15 Buchkalendern, über die sich höchstens meine zeichen-, schreib- und rechenwütige Tochter freut.

Richtig überrascht bin ich also, dass sich dieser Uralt-Trend der seltsamen weihnachtlichen Bescherung von Kunden immer noch so wacker hält.

Sind wir als Kundinnen wirklich beeindruckbar von derlei Gaben, dass sich UnternehmerInnen erhoffen, uns damit als Kundinnen zu behalten/(wiederzu)gewinnen?

Ist es nicht vielmehr das gute Service, die tolle Betreuung, das angenehme Arbeitsklima der Zusammenarbeit, das uns die nötige Zufriedenheit und Lust am Wiederkommen beschert? Und zwar ganzjährig.

Ich klinke mich jedenfalls in den x-mas-Hype nicht wieder ein. Mögen mir meine Kundinnen verzeihen, dass ich ihnen nicht den x-ten einfallslosen Leporello überreiche und damit fadenscheinig meine Dankbarkeit über die gute Zusammenarbeit demonstriere.

Lieber sag ich's Ihnen nach jedem Auftrag: DANKE dass Sie mich beauftragt haben, DANKE, dass Sie wieder gekommen sind und DANKE, dass Sie mich zufrieden weiter empfehlen!
Am liebsten ein paar Mal im Jahr ;-)

Lilly.

Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen bei jenen, die täglich neu versuchen, alle Anforderungen des Alltags unter einen viel zu kleinen Hut zu bringen!

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