Jeansfee, Network Marketing und mangelndes Wissen
In den letzten Wochen sind mir wieder mal Menschen untergekommen, die meinen, sie könnten die Welt mit ihrer Unwissenheit auf den Kopf stellen.
Sie rennen stur mit voller Wucht gegen die Wand und akzeptieren weder TATSACHEN, FAKTEN noch die Realität und leben in ihrer virtuellen Scheinwelt - mehr oder weniger - dahin.
Im Glauben, dass MANN im world wide web anonym ist, posten sie in ihren virtuellen Wohnzimmern geistigen ***** und prahlen damit auch noch herum.
Lustig... lustig... lustig...
Nun, bevor man sich zu diversen Themen äussert, sollte man sich SICHER sein, dass man auch auf dem aktuellen Wissenstand ist und niemanden mit Altertumswissen beeindrucken kann - ausser natürlich seinesgleichen ;-)
Network-Markting ist heute nicht mehr aus der Geschäftswelt wegzudenken und bietet sehr vielen Menschen die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen.
Was ist eigentlich Network-Marketing? Und warum wird es noch immer von der Seite belächelt?
Network-Marketing ist eine besonders erfolgreiche Form des Direktvertriebs und besteht im Aufbau von Netzwerken weiterer Unternehmer/Partner (Multi-Level-Marketing). Solche Systeme sind rechtlich unbedenklich und ganz klar abzugrenzen von wettbewerbswidrigen Vertriebssystemen wie Schneeball- oder Pyramidenspielen. Unseriöse Anbieter versuchen allerdings immer wieder, unzulässige Systeme zu verschleiern, indem sie sich den Anschein eines legalen Direktvertriebs geben.
Das Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet grundsätzlich den Abschluss von Verträgen nach dem Pyramiden- bzw. Schneeballsystem. Bei letzterem wird vereinbart, dass ein Kunde gegen ein unbedingt leistendes Entgelt einen vorteil (zB eine Ware) unter der Bedingung erhält, dass der Kunde weitere Abnehmer gewinnt, die mit dem Unternehmer in ein gleiches Vertragsverhältnis treten. Das Pyramidenspiel funktioniert gleich, nur tritt dort der Kunde nicht mit dem Unternehmer, sondern mit dem jeweils Anwerbenden in ein Vertragsverhältnis.
Wo liegen die Unterschiede zwischen MLM und Pyramidenspiel?
1. Beim Pyramidenspiel steht das Anwerben von Personen im Vordergrund, beim Direktvertrieb der Produktverkauf. Beim Kettenbrief ist das leicht zu erkennen - er Brief ist nur Mittel zum Zweck und hat keinen eigenen Wert. Das gilt auch für den immer wieder auftretenden pyramidenartigen Emailversand von Dateien.
2. Beim Pyramidenspiel ist ein bloßer Kauf OHNE Anwerben von Kunden nicht möglich. Da hier KEIN Produkt im Vordergrund steht, hätte der bloße Kauf keinen Sinn, die Gewinnerzielung wird ja nur über das Anwerben erreicht (Kopfgeld).
Im Direktvertrieb steht der Kauf meist hochwertiger Ware im Vordergrund, ein Anwerben ist keine Bedingung.
3. Beim Pyramidenspiel muss der Kunde UNBEDINGT ein Entgelt leisten - könnte er es zurückverlangen, würde das System nicht funktionieren und schon am Beginn zusammenbrechen.
Im Direktvertrieb hat der Kunde GEWÄHRLEISTUNGS- UND RÜCKTRITTSRECHTE, er kann die Ware UMTAUSCHEN oder zurückgeben.
4. Das Pyramidenspiel funktioniert nur bis zu einem bestimmten Personenkreis und letztlich auf Kosten jener Kunden, die keine weiteren Kunden anwerben können. Irgendwann ist der Markt verstopft, das System hat sich totgelaufen und bricht zusammen.
Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten (wenn aber alle 8 Mio Österreicher zB einen Scooter haben, wir die Nachfrage zurückgehen) es werden ja laufend neue Produkte gekauft bzw. keine Einsätze OHNE Gegenleistung verlangt. Startgelt bzw. Provisionen fallen im MLM als ABGELTUNG für EINFÜHRUNGS-, SCHULUNGS- und INFORMATIONSARBEIT an.
5. Beim Pyramidenspiel profitieren somit nur die Frühstarter auf Kosten der Späteinsteiger, beim Direktvertrieb können dauerhaft ALLE Beteiligten profitieren.
Pyramidenspiele u dgl. sind nicht nur wettbewerbswidrig, sondern auch strafbar. Nach dem Strafgesetzbuch ist strafbar, wer ein solches Spiel in Gang setzt, veranstaltet, verbreitet oder die Verbreitung fördert. Verboten sind übrigens auch Glückspiele nach dem Glückspielgesetz. So ist die Ermöglichung der Teilnahme und die Teilnahme an ausländischen Glückspielen verboten, wenn die erforderlichen Einsätze vom Inland aus geleistet werden. Dies betrifft insbesondere international agierende Internetcasinos.
Unterschiede auf einem Blick
* Im Direktvertrieb (MLM & Network-Marketing) steht der Produktverkauf, nicht das Anwerben von Personen im Vordergrund.
* Im Direktvertrieb sind Kauf oder Anwerben möglich.
* Im Direktvertrieb besteht KEINE Pflicht zur Abnahme von Produkten. Hingegen besteht das RECHT auf Erstattung bezahlter Beträge bei Rücktritt oder Rückgabe der Waren.
* Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten.
* Im Direktvertrieb können alle Beteiligten dauerhaft profitieren.
Quelle: direktvertrieb.biz 07/2004
Ich hoffe, ich konnte hier ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und wünsche mir, dass auch so mancher seinen geistigen Horizont ein wenig erweitert :-)
Quellennachweise:
http://www.salzburg-direktvertrieb.at/aktuelles.html
http://www.derdirektvertrieb.at/
http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?DstID=8345%20

Sie rennen stur mit voller Wucht gegen die Wand und akzeptieren weder TATSACHEN, FAKTEN noch die Realität und leben in ihrer virtuellen Scheinwelt - mehr oder weniger - dahin.
Im Glauben, dass MANN im world wide web anonym ist, posten sie in ihren virtuellen Wohnzimmern geistigen ***** und prahlen damit auch noch herum.
Lustig... lustig... lustig...
Nun, bevor man sich zu diversen Themen äussert, sollte man sich SICHER sein, dass man auch auf dem aktuellen Wissenstand ist und niemanden mit Altertumswissen beeindrucken kann - ausser natürlich seinesgleichen ;-)
Network-Markting ist heute nicht mehr aus der Geschäftswelt wegzudenken und bietet sehr vielen Menschen die Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen.
Was ist eigentlich Network-Marketing? Und warum wird es noch immer von der Seite belächelt?
Network-Marketing ist eine besonders erfolgreiche Form des Direktvertriebs und besteht im Aufbau von Netzwerken weiterer Unternehmer/Partner (Multi-Level-Marketing). Solche Systeme sind rechtlich unbedenklich und ganz klar abzugrenzen von wettbewerbswidrigen Vertriebssystemen wie Schneeball- oder Pyramidenspielen. Unseriöse Anbieter versuchen allerdings immer wieder, unzulässige Systeme zu verschleiern, indem sie sich den Anschein eines legalen Direktvertriebs geben.
Das Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet grundsätzlich den Abschluss von Verträgen nach dem Pyramiden- bzw. Schneeballsystem. Bei letzterem wird vereinbart, dass ein Kunde gegen ein unbedingt leistendes Entgelt einen vorteil (zB eine Ware) unter der Bedingung erhält, dass der Kunde weitere Abnehmer gewinnt, die mit dem Unternehmer in ein gleiches Vertragsverhältnis treten. Das Pyramidenspiel funktioniert gleich, nur tritt dort der Kunde nicht mit dem Unternehmer, sondern mit dem jeweils Anwerbenden in ein Vertragsverhältnis.
Wo liegen die Unterschiede zwischen MLM und Pyramidenspiel?
1. Beim Pyramidenspiel steht das Anwerben von Personen im Vordergrund, beim Direktvertrieb der Produktverkauf. Beim Kettenbrief ist das leicht zu erkennen - er Brief ist nur Mittel zum Zweck und hat keinen eigenen Wert. Das gilt auch für den immer wieder auftretenden pyramidenartigen Emailversand von Dateien.
2. Beim Pyramidenspiel ist ein bloßer Kauf OHNE Anwerben von Kunden nicht möglich. Da hier KEIN Produkt im Vordergrund steht, hätte der bloße Kauf keinen Sinn, die Gewinnerzielung wird ja nur über das Anwerben erreicht (Kopfgeld).
Im Direktvertrieb steht der Kauf meist hochwertiger Ware im Vordergrund, ein Anwerben ist keine Bedingung.
3. Beim Pyramidenspiel muss der Kunde UNBEDINGT ein Entgelt leisten - könnte er es zurückverlangen, würde das System nicht funktionieren und schon am Beginn zusammenbrechen.
Im Direktvertrieb hat der Kunde GEWÄHRLEISTUNGS- UND RÜCKTRITTSRECHTE, er kann die Ware UMTAUSCHEN oder zurückgeben.
4. Das Pyramidenspiel funktioniert nur bis zu einem bestimmten Personenkreis und letztlich auf Kosten jener Kunden, die keine weiteren Kunden anwerben können. Irgendwann ist der Markt verstopft, das System hat sich totgelaufen und bricht zusammen.
Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten (wenn aber alle 8 Mio Österreicher zB einen Scooter haben, wir die Nachfrage zurückgehen) es werden ja laufend neue Produkte gekauft bzw. keine Einsätze OHNE Gegenleistung verlangt. Startgelt bzw. Provisionen fallen im MLM als ABGELTUNG für EINFÜHRUNGS-, SCHULUNGS- und INFORMATIONSARBEIT an.
5. Beim Pyramidenspiel profitieren somit nur die Frühstarter auf Kosten der Späteinsteiger, beim Direktvertrieb können dauerhaft ALLE Beteiligten profitieren.
Pyramidenspiele u dgl. sind nicht nur wettbewerbswidrig, sondern auch strafbar. Nach dem Strafgesetzbuch ist strafbar, wer ein solches Spiel in Gang setzt, veranstaltet, verbreitet oder die Verbreitung fördert. Verboten sind übrigens auch Glückspiele nach dem Glückspielgesetz. So ist die Ermöglichung der Teilnahme und die Teilnahme an ausländischen Glückspielen verboten, wenn die erforderlichen Einsätze vom Inland aus geleistet werden. Dies betrifft insbesondere international agierende Internetcasinos.
Unterschiede auf einem Blick
* Im Direktvertrieb (MLM & Network-Marketing) steht der Produktverkauf, nicht das Anwerben von Personen im Vordergrund.
* Im Direktvertrieb sind Kauf oder Anwerben möglich.
* Im Direktvertrieb besteht KEINE Pflicht zur Abnahme von Produkten. Hingegen besteht das RECHT auf Erstattung bezahlter Beträge bei Rücktritt oder Rückgabe der Waren.
* Im Direktvertrieb ist eine Marktsättigung nicht von vornherein zu erwarten.
* Im Direktvertrieb können alle Beteiligten dauerhaft profitieren.
Quelle: direktvertrieb.biz 07/2004
Ich hoffe, ich konnte hier ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und wünsche mir, dass auch so mancher seinen geistigen Horizont ein wenig erweitert :-)
Quellennachweise:
http://www.salzburg-direktvertrieb.at/aktuelles.html
http://www.derdirektvertrieb.at/
http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?DstID=8345%20

bm-mama - 30. Jan, 20:16
